Aspirin ist eines der beliebtesten und bekanntesten Schmerzmittel in Deutschland und der restlichen westlichen Welt. Egal ob ein leichter Kopfschmerz, oder andere Beschwerden, das Multitalent Aspirin hat schon vielen Menschen dabei geholfen schmerzfrei den Tag zu überstehen. Selbst Fieber kann der Alleskönner senken. Trotz allem sind mögliche Nebenwirkungen nicht zu vergessen. So ist es wichtig, auch alternative Schmerzmittel in Erwägung zu ziehen.

Wirkstoff
Der Grundstein für das heutige Aspirin legte der französische Chemikant Charles Frederick Gerhardt im Jahr 1853. Er entdeckte den Wirkstoff des Aspirins: Acetylsalicylsäure. Letztere ist eng mit der Salizylsäure verwandt und ist für die schmerzlindernde Wirkung ursächlich. Allerdings war die Einnahme des Wirkstoffes bei Weitem noch nicht so angenehm und unkompliziert wie heute. So verursachte die Einnahme starke Verätzungen an den Schleimhäuten im Mund. Somit war noch nicht an einen Einsatz als Schmerzmittel zu denken. Wenig später fanden Chemiker heraus dass diese unangenehme Nebenwirkung an Verunreinigungen des Wirkstoffes liegt. Somit begannen die Chemiker Heinrich Dresner und Felix Hoffmann eine Möglichkeit zur Reinigung zu suchen. Auf diese stießen sie im Jahr 1893. Nachdem das Verfahren zur Reinigung ausgereift war dauerte es nicht lang bis der Wirkstoff den Durchbruch erreichte. Die Firma Bayer gab dem Wirkstoff den heutigen Namen Aspirin und vertrieb das Medikament in einem großen Rahmen. Der Name leitet sich aus den Begriffen „spiraed ulmaria“ ab, die die Bezeichnung für die Wiesenspierstaude sind. Aus dieser wurde der Wirkstoff gewonnen.
Der Grund dafür, dass man Schmerzen bei Verletzungen oder anderen körperlichen Beschwerden spürt sind die sogenannten Prostaglandinen. Diese gehören zu einer Gruppe von chemischen Verbindungen. Diese steuern verschiedene Vorgänge im Menschlichen Körper, wie den Blutkreislauf, die Nierenfunktion und die Verdauung. Darüber hinaus sind die Prostaglandinen dafür verantwortlich das Schmerzimpulse ausgesendet werden. Dadurch ist es uns möglich Alarmsignale m Körper wie Fieber, Schmerzen und Entzündungen wahrzunehmen und etwas z unternehmen. Der Wirkstoff von Aspirin verhindert, dass in dem betroffenen Körperarealen Prostaglandinen synthetisiert werden. Somit wird der Schmerz gemindert oder verschwindet gänzlich.
Nebenwirkungen
Doch so wirkungsvoll und beliebt Aspirin auch ist, es gibt einige Nebenwirkungen, so dass der Gebrauch verehrende Folgen haben kann. Besonders ein übermäßiger Konsum von Aspirin kann große Schäden anrichten.
Die Nebenwirkungen sind nicht sonderlich dramatisch, trotzdem sollte man ihnen Beachtung schenken und den Konsum nicht außer Kontrolle geraten lassen. Zu den leichten Nebenwirkungen gehören Schlafstörungen, Atemnot, Müdigkeit, Schwindel und Sodbrennen. Diese Nebenwirkungen treten häufig auf. Besonders gefährdet sind Asthmatiker, bei denen durch die Einnahme ein Anfall ausgelöst werden kann.
Besonders bekannt ist die Schädigung des Magen-Darm Trakts. Das Blut wird durch Aspirin stark verdünnt, was generell zu den gewollten Wirkungen gehört, doch dies kann Blutungen in der Schleimhaut des Magens verursachen. Durch eine Einnahme von Aspirin über einen längeren Zeitraum können Magengeschwüre entstehen. Besondere Vorsicht ist bei der Einnahme von Aspirin bei Kindern und Jugendlichen geboten. Bei den Patienten kann das oftmals tödliche Reye-Syndrom auftreten. Dies ist eine schwere Erkrankung des Gehirns. Einige Länder, wie beispielsweise Großbritannien haben bereits auf diese Nebenwirkung reagiert und haben ein Verkaufsverbot von Aspirin an Jugendliche unter 16 Jahren verhängt.
Ebenfalls sollten Schwangere bei der Einnahme von Aspirin achtsam sein. Ab dem letzten Trimester solle Aspirin gänzlich gemieden werden, da sonst Fehlbildungen bei dem ungeborenen Kind auftreten können.
Alternative Arzneimittel mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure
Auf dem Markt sind einige Alternativen zum bekannten Produkt von Bayer erhältlich. So ist Acesal ein Schmerzmittel, das ebenfalls Acetylsalicylsäure als Wirkstoff enthält. Auch das Schmerzmittel Alka-Seltzer beinhaltet diesen Wirkstoff und hemmt somit Schmerzen und Fieber. Auch ASS ratiopharm, Togal-ASS , Miniasal, Herz-ASS und Godamed sind wirkungsvolle Alternativen.
Egal für welches Produkt man sich entscheidet, Acetylsalicylsäure ist ein wirkungsvolles Schmerzmittel das mittlerweile fest im Alltag der Menschen verankert ist. Ohne eine zu starke Wirkung zu haben werden leichte Beschwerden gestillt und man kann im Alltag auch bei leichter Krankheit oder Kopfschmerzen bestehen und aktiv leben.
Bildquelle: Aspirin.de